Entsäuerung des Körpers – Große Hilfe beim Abnehmen

bild2-seite-6Entsäuerung des Körpers – Wenn Du Deinen Säure-Basen-Haushalt nicht im Griff hast, wirst Du immer gegen Deinen Körper ankämpfen.(und diesen Kampf nicht nur beim Gewicht immer häufiger verlieren).

Worum geht es bei diesem Thema überhaupt? Wenn Du im Internet danach suchst, wirst Du schon komplett verwirrt, weil Du wirst oftmals auf zwei absolut unterschiedliche Meinungen stoßen.

Die klassische Medizin bestreitet, dass es so etwas wie Übersäuerung gibt, das wäre nur etwas für Pseudo-Therapeuten, die Dir das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Und die Alternativmedizin sagt Dir, dass wir heute ein Lebensumfeld und eine Lebens- und Ernährungsweise haben, die Dir garantiert, dass Du übersäuert bist.

Hier wird dann oftmals schon aufgegeben, weil man durch diese unterschiedlichen Ansichten verwirrt ist. Zur Beruhigung einmal dieses Zitat:

„Störungen des Säure-Basen-Haushalts sind häufig, sie werden jedoch in der Praxis oft übersehen. [...] Besonders bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Diabetes, einer Leberzirrhose, einem Emphysem, Diarrhöen oder chronischem Erbrechen sowie unter bestehender Diuretikatherapie ist an Störungen des Säure-Basen-Haushaltes zu denken.“

Quelle: Dtsch Arztebl 2005; 102: A 1896–1899 [Heft 26]

Dieses Zitat stammt, wie Du siehst, aus dem Deutschen Ärzteblatt von 2005. Also kennen Mediziner sehr wohl das Problem, übersehen es aber oft. Dann können wir uns ruhigen Gewissens auch damit beschäftigen. Allerdings wird es etwas umfangreicher, denn Du sollst ja nicht wieder verwirrt im Regen stehen bleiben.

Und wenn Du jetzt und bei den folgenden Zeilen denkst, was hat das denn mit mir zu tun, ich bin nicht krank, ich will bloß abnehmen, dann muss ich Dich enttäuschen. Das, was Du hier liest, hat auch mit Abnehmen zu tun.

Ein übersäuerter Körper braucht Möglichkeiten, die Säure irgendwo einzulagern, denn sonst würde uns diese Säure innerlich verätzen. Und wo tut er das? Im Bindegewebe, an der Taille, der Hüfte, den Oberschenkeln und Oberarmen, um nur die gängigsten Stellen zu nennen.

Kommt Dir das bekannt vor? Willst Du vielleicht gerade in diesen Bereichen etwas verändern? Dann ist das hier auch Dein Thema. Wir reden hier nämlich auch von den sogenannten Schlacken, die Deine Abnehmversuche boykottieren.

Was versteht man also unter Übersäuerung

Einfach gesagt das falsche Verhältnis von Säuren und Basen im Körper. Es kann dabei um zuviel Säuren gehen oder auch um zuwenig Basen. Dieses Verhältnis ist nicht einheitlich im Körper geregelt, sondern unterschiedliche Bereiche haben auch verschiedene Säure- oder Basenwerte.

Gemessen wird das Säure-Basen-Verhältnis mit dem pH -Wert.

  • pH -Wert 7 ist neutral
  • niedriger als 7 ist sauer
  • höher als 7 ist basisch

Hier als Beispiel einige pH-Werte in verschiedenen Körperbereichen:

  • Blut hat einen pH-Wert zwischen 7,37 und 7,45, also leicht basisch. Wird es saurer, ist unser Leben bedroht.
  • im Darm herrschen pH-Werte von 8,0 und höher, also basisch
  • Speichel ist mit pH 7,0-7,1 neutral
  • Harn liegt zwischen pH 4,0 und 8,0, schwankt also gewaltig. Morgens sollte er am sauersten sein, weil in der Nacht unser Reparaturmechanismus arbeitet und der entsäuert uns auch. Ansonsten sind die Schwankungen auch abhängig von unserer Nahrung, der Psyche und der Tageszeit..
  • Richtig sauer ist unser Magensaft zwischen pH 1,2 und 3,0. Das ist auch notwendig, denn durch die Säure wird die Nahrung zerkleinert und für die Weiterverarbeitung im Darm aufbereitet.

Bist Du sauer?

Das können Sie selber messen mit sog. pH-Streifen aus der Apotheke. Testen Sie damit ruhig einmal Ihren Speichel, den Urin, aber auch Wasser oder Lebensmitteln. Sie halten einen Streifen für etwa 15 Sekunden in die Flüssigkeit und sehen dann schon, dass er sich verfärbt.entsaeuerung-des-koerpers

Anhand der beiliegenden Farbskala können Sie dann den Säurewert ablesen. Es heißt übrigens immer Säurewert, egal ob das Ergebnis basisch oder sauer ist.

Insgesamt gilt, dass es uns Menschen am besten geht, wenn wir einen pH-Wert im Blut von 7,4, also leicht basisch haben. Dann sind wir im Gleichgewicht, wir fühlen uns körperlich wohl und psychisch ausgeglichen.

Sinken wir leicht unter pH 7, kommt leichtes Unwohlsein auf, wird es noch saurer, dann bekommen wir ernsthafte Beschwerden auf körperlicher und seelischer Ebene.

Das „Ich bin sauer“, „Mir stösst etwas sauer auf“, „Ich fühle mich schlapp und ausgelaugt“ kann man also ruhig wörtlich nehmen. Wir sind dann übersäuert. Unser Säure-Basen-Haushalt ist aus den Gleichgewicht geraten. Kurzfristig kann unser Körper das über die Ausscheidungsorgane ausgleichen, dauerhaft ist er damit überlastet.

teststreifenUnd da wir heute selten eine kurzzeitige Übersäuerung haben, sondern täglich aus den verschiedensten Ecken mit Säuren überschwemmt werden, ist das Thema Übersäuerung ein Standardthema für Jedermann und jede Frau geworden. Hier kannst Du Dir ruhig schon einmal pH-Streifen besorgen und  Dich mit Ihnen vertraut machen. (hier klicken)

Gründe für eine solche Übersäuerung

Übermässige Säure-Aufnahme
Unsere heutige Ernährung ist der Hauptgrund für die immer stärkere Übersäuerung unseres Körpers. Wir essen zuviel tierisches Eiweiss und das bedeutet für den Körper u.a. Salpetersäure, Harnsäure, Schwefelsäure. Zuviel Fett und damit insbesondere gesättigte Fettsäuren.

Und zuviel Süßes, was die Säure durch die Gärung mitbringt, über die der Zucker abgebaut wird. Außerdem führen viele Zusätze bei verarbeiteten Lebensmitteln, wie Konservierungsstoffe und Aromastoffe,, die wir dann als E-Nummern auf den Zutatenlisten sehen, zum Entstehen von Säure im Körper. Bei den Getränken steckt es oft schon im Namen, was wir zu uns nehmen: kohlensäurehaltige Limonaden oder Mineralwasser.

Vermehrte Säurebildung im Körper
Das kennen wir zum einen vom Muskelkater. Dabei passiert nämlich nichts anderes, als dass der Körper durch die Überlastung der Muskeln Milchsäure bildet und die spüren wir als Muskelkater.

Unterschiedlichste Krankheiten und endzündliche Prozesse führen zu Säurebildung. Dazu gehören auch Diabetes und Übergewicht. Alkohol- und Medikamentenmissbrauch geht in Lebererkrankungen über und auch das bedeutet vermehrte Säurebildung.

Zu geringe Ausscheidug von Säuren
Ausscheidungsorgane sind unter anderem Nieren und Lungen. Wenn wir an Atemwegserkrankungen leiden, kann es zu einer verringerten „Abatmung“ kommen. Auch Stress fällt in diesen Bereich. Er führt zu einer flacheren Atmung mit der weniger Sauerstoff aufgenommen und dadurch weniger Säure abgegeben wird.

Der schon erwähnte Alkohol- und Medikamentenmissbrauch kann zu Nierenfunktionsstörungen führen, so dass die Niere ihre Ausleitungsfunktion nur noch eingeschränkt wahrnehmen kann. Zu wenig Trinken und Verstopfung reichen aber auch schon aus.

Unzureichender Säure-Abbau
Wenn die Puffersysteme unseres Blutes durch erhöhte Säure überlastet und erschöpft sind, können sie den Abtransport nicht mehr sauber durchführen. Auch der Mangel an bestimmten Nährtstoffen und Spurenelementen führt dazu, dass Säure im Körper verbleibt

Zu geringe Basenaufnahme
Wir essen zu wenig Obst und Gemüse. Und das, was wir essen, wächst auf Böden, die auch schon übersäuert sind, weshalb die Pflanzen heute weniger Mineralstoffe aufnehmen. Dazu kommen dann noch saurer Regen und Umweltgifte.

Zu geringe Basenbildung
Entzündungen fördern nicht nur Säurebildung, sondern hindern oder verhindern die Bildung von Basen. Magensäureblocker, nicht ausreichende Versorgung mit Antioxidatien, Zinkmangel – nur einige Gründe, die die Basenbildung einschränken.

Extreme Basen-Abgabe
Vermehrte Ausscheidungen über Entwässerungsmittel und Durchfall, aber auch Fehlentwicklungen bei der Blutbildung führen dazu, dass Basen zu stark ausgeschieden werden.

Also viele Ansätze mit einem Ergebnis: Der Säure-Basen-Haushalt gerät aus dem Gleichgewicht, wir sind übersäuert. Unsere Umwelt und unser Lebensstil beinhalten alle oben genannten Punkte im Übermaß. Wir essen zuviel Zucker, Fleisch, Wurst, Eier, Käse, Kaffee oder Alkohol, die alle säurebildend sind und nicht gut für den jeweiligen Stoffwechseltyp.

Ebenso die verarbeiteten Lebensmittel mit jeder Menge Zusatzstoffen, gekennzeichnet mit den berühmten E-Nummern. Unser Alltag wird vielfach von Hektik und negativem Stress bestimmt und wir leben im Dauer-Elektrosmog. Alles säurebildend.

Übersäuerung bedeutet für den Körper Mineralstoffmangel.

Stell Dir Dein Gewebe so vor, dass die Zellen alle wie in einem großen Aquarium schwimmen. Wenn wir uns also z.B. die Hautoberfläche anschauen, dann sieht es so aus, als wäre das eine geschlossene Fläche.

Tatsächlich sieht man unter dem Mikroskop, dass zwischen jeder Zelle ein kleiner Spalt ist, wo Wasser durchläuft, das Gewebewasser. Auf diesem Weg werden Nährstoffe in den Körper rein transportiert, es werden Schlackenstoffe abtransportiert und es werden elektrische Reize weiter gegeben.

Sind wir übersäuert, ist das wie eine Vollsperrung der Autobahn, Es geht nichts mehr in die eine oder in die andere Richtung. Es herrscht eine Säure-Blockade im Gewebe. Nährstofftransporte rein oder Abtransport der Schlacken raus sind in dieser Situation nicht mehr möglich und auch Informationen werden unzureichend oder falsch weiter gegeben. Wir verschleimen und verschlacken und unser Stoffwechsel wird immer träger.

Wenn wir nicht reagieren, versucht der Körper erst einmal alleine, das Problem zu beheben und die Säure auszugleichen. Dafür braucht er Mineralstoffe, denn die sind basisch. Also nimmt er an Mineralstoffen, was er bekommen kann. Und wenn er dabei über die Nahrung zu wenig bekommt, geht er an die Depots im Körper: Haarboden, Nägel, Haut, Zähne. Und da kommen die Schlacken ins Spiel.

Was sind Schlacken

Schlacken sind das Ergebnis aus dem Kampf des Körpers gegen die Säuren. Sie haben ja bereits erfahren, was alles zu Übersäuerung führen kann. Der Körper muss diese Säuren und Gifte irgendwie verarbeiten. Am besten schafft er dass, in dem er die Säure durch Mineralstoffe neutralisiert.

Er nimmt sich also die Säure oder das Gift, bindet sie an Mineralstoffe, also beispielsweise Magnesium oder Kalzium. Heraus kommt ein neutrales Salz, das für den Organismus nicht mehr gefährlich ist. Und was tut der Körper jetzt damit? Er lagert es in den „Müllhalden“ des Körpers ab. Und da sind wir wieder bei Taille, Hüfte, Oberschenkel und Oberarmen bei den Frauen und bei den Männern eher im Bauchbereich.

Und woher kommen die Mineralstoffe für diesen Vorgang? Sie sollten aus der Nahrung kommen, das ist heute aber immer weniger der Fall. Also geht der Körper an die Depots: Knochen, Zähne, Haarboden, Fingernägel.

Symptome einer Übersäuerung

  • Trotz Diät und Ernährungsumstellung nimmst Du nicht ab
  • Du fühlst Dich müde und ausgelaugt
  • Du kämpfst mit Cellulite
  • Deine Haare und Nägel sind stumpf und brüchig, die Haut trocken
  • Du hast häufig Kopfschmerzen
  • Du leidest unter Osteoporose
  • Du bist häufig krank, hast ein schwaches Immunsystem.

Diese Liste lässt sich noch beliebig fortsetzen. Aus dem, was Du bisher erfahren hast, wird schon deutlich, das grundsätzlich jede Krankheit als mindestens einen Auslöser Übersäuerung haben kann.

Wenn Versorgung und Entsorgung über Jahre nicht richtig funktionieren, leidet irgendwann der ganze Körper. Es ist also nicht auszuschließen, dass Du mit Beschwerden zum Arzt gehst und dieses Symptom dann behandelt wird. Aber die Ursache, nämlich die Übersäuerung, bleibt bestehen und damit wirst Du auch nicht wirklich gesund. Im Gegenteil. Im Laufe der Jahre werden die Beschwerden immer ernster.

Werde desshalb selbst aktiv

Du kannst über verschiedene Testverfahren herausfinden, ob Du übersäuert bist. Am einfachsten ist der bereits angesprochene Unrintest. Da der pH-Wert im Urin sehr schwankt, solltest Du an mindestens fünf aufeinander folgenden Tagen 5 Messungen über den Tag verteilt vornehmen.

Der Morgenurin darf dabei sauer sein, aber der optimale Wert liegt bei 7,0 bis maximal 7,5. Wenn das nicht der Fall ist, bist Du übersäuert.

Was hältst Du von diesen Ernährungstipps? Dann teile mir unten Deine Meinung mit! Wenn dieser Artikel hilfreich für Dich war, empfehle ihn weiter!

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