Warum die Sojabohne doch nicht gesund ist wie viele denken!

SojabohneIst die Sojabohne wirklich der Gesundheit förderlich? Oder drohen durch in der Sojabohne enthaltenen “sekundären Pflanzenstoffen” auch Gefahren? Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer als wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften EU.L.E. e.V.
(http://www.euleev.de) tätig, klärt auf!

Das Europäische Institut für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Ärzten, welches 1994 als gemeinnütziger Verein gegründet wurde, um die (Fach-) Öffentlichkeit objektiv und unabhängig, auf der Basis internationaler Fachliteratur über Ernährung, Lebensmittel und Gesundheit informieren zu können.  

 

 

Da ich empfehle, Kuhmilch vom Speiseplan zu streichen, fragen mich die meisten Leute, wodurch ich sie ersetze. Oft fragen sie mich nach Sojamilch. Leider glauben viele Leute, dass Soja und Sojaprodukte Wunder wirken können, aber ich glaube, dass Sojamilch viel schlimmer ist als gewöhnliche Kuhmilch.

Viele der Behauptungen über die Gesundheit, die die Sojaindustrie gemacht hat, sind einfach eine Marketingstrategie, die uns dazu bringen soll, unser Geld für diese Produkte auszugeben. Die kleine Sojabohne hat es weit gebracht; der Verkaufserlös ist zwischen 1992 und 2002 von $0.852 Milliarden auf $3.2 Milliarden gestiegen. Um das zu erreichen, musste die Sojaindustrie viele Menschen davon überzeugen, dass Soja gut ist, und gleichzeitig das Gegenteil nicht publik werden lassen.

Diese Wahrheit wird viele Vegetarier aufregen, die Soja als Fleischersatz verwendet haben und jetzt an einer langen Liste von Fortpflanzungsstörungen oder einer Schilddrüsenunterfunktion leiden (Daniel 2005).In diesem Artikel erkläre ich, warum Du Soja vermeiden solltest.

Die Geschichte der Sojabohne

Die Sojabohne ist ein ölreiches asiatisches Gemüse, die in flauschigen grünen Hülsen wächst. Traditionell wurden Sojabohnen in Asien als pflanzliches Düngemittel angebaut – diese Feldfrucht wurde untergepflügt, um die Erde zwischen zwei Anbauphasen von Feldfrüchten fruchtbar zu machen.

Die Chinesen haben herausgefunden, dass der Verzehr von Sojabohnen zu  Verdauungsstörungen, Verstopfungen und Blähungen führen kann. Erst, als Gärungsmethoden Einsatz fanden, wurde die Sojabohne für den menschlichen Verzehr eingesetzt.

Gegorene Sojaprodukte wie Miso, Tempeh, Natto, Shoyu (Sojasauce) und Tamari kannst Du gelegentlich essen; die Gärung deaktiviert einige der Antinährstoffe in der Sojabohne, die Verdauungsstörungen fördern und zum Verlust von Mineralien in den Knochen führen. Der Großteil der im Handel erhältlichen Sojaprodukte sind aber ungegoren, sodass die natürlich vorhandenen Toxine noch intakt sind.

Ungegorene Sojaprodukte werden auf eine Weise behandelt, die ihre Proteine verunreinigt und den Gehalt an Karzinogenen erhöht (Daniel 2005, 156).Manche Leute argumentieren damit, dass die Sojabohne in Asien seit tausenden von Jahren gegessen wird und es dort weniger Fälle von Krebs gibt, und vielleicht haben geringe Mengen an natürlich gegorenen Sojabohnen in der
asiatischen Ernährung (9.3 – 36 Gramm [2–4 TL] pro Tag) wirklich einen schützenden Effekt.

Leider haben wir diese Information falsch genutzt, indem wir stark behandelte, ungegorene, qualitativ minderwertige Sojaprodukte wie Tofu hergestellt haben. Viele von uns nehmen täglich Sojaprodukte zu sich.

Die Sojabohne in Lebensmittel

Im Westen wurde die Sojabohne vor allem in Form von Sojaöl verwendet, das in den meisten Produkten gefunden wird, die als pflanzliches Öl, Margarine oder Backfett verkauft werden. Die Sojaproteine, die nach der Extraktion des Sojaöls übrig blieben, wurden nur an Tiere verfüttert – Geflügel und seit neuestem auch an Fische.

Tiere können allerdings nur eine bestimmte Menge Soja fressen, bis sie Fortpflanzungsprobleme und andere gesundheitliche Gebrechen bekommen. Deswegen hat die Sojaindustrie begonnen, diese Nebenerzeugnisse der Sojaölproduktion an Menschen zu verkaufen.

Soja-Lebensmittel sind ein Produkt der industriellen Revolution, die Lebensmitteltechnikern die Möglichkeit gaben, günstige Fleischersatzprodukte zu kreieren. Die ungesündesten Soja-Lebensmittel werden im High-Tech-Verfahren hergestellt. Es gibt fertige Lebensmittel wie Soja-Würstchen, Soja-Burger, geflügelähnliche Soja-Patties, Sojamilch, Proteinpulver, Energy-Riegel, vegetarische Burger, kohlenhydratarme Nudeln, Chilis und viele andere Lebensmittel, die Sojaprotein-Isolat, Sojaprotein-konzentrat und texturiertes pflanzliches Protein enthalten.

Soja-Isoflavone: Auswirkung auf die Hormone

So gut wie alle Sojaprodukte, die heute auf dem Markt zu bekommen sind, enthalten Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene), die als Isoflavone (Daniel 2005, 11 und 336) bezeichnet werden. Soja-Isoflavone verringern die Testosteronwerte von Ratten, Affen und anderen Tieren, darunter auch Menschen.

Der Verzehr von Soja kann die normalen Hormonwerte eines Erwachsenen durcheinander bringen und bei Frauen die Fort- pflanzung (die Periode fällt stärker aus, Krämpfe werden stärker, es entsteht Unfruchtbarkeit) sowie den Testosteronspiegel
von Männern beeinflussen (das resultiert in verringerter Libido und eingeschränkter Spermienproduktion). Eine alte japanische Erzählung berichtet sogar davon, dass Frauen ihre Männer bestrafen, indem sie ihnen große Mengen Tofu servieren!

Die Effekte von Soja sind nichts, worüber man Scherze machen kann, besonders, wenn es um die Gesundheit von kleinen Kindern geht, die mit Soja ernährt werden. Kleinkinder sind besonders empfänglich für die Auswirkungen von Soja, da die Bohne in vielen, wenn nicht sogar in all ihren Lebensmitteln vorhanden ist.

Zahlen der Schweizer Gesundheitsbehörde geben an, dass ein Kleinkind, das täglich Soja bekommt, die Menge an Östrogen aufnimmt, die sich in fünf Anti-Baby-Pillen findet (Daniel 2005, 331)! Das ist für jeden Menschen eine große Menge an Östrogen, die Menge ist aber für Kleinkinder besonders gefährlich, da es für ihre Entwicklung erforderlich ist, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Hormone zu erhalten.

Bei Jungen kann der Beginn der Pubertät hinausgezögert werden, Kinderärzte berichten wiederholt von Fällen von Jungen, die mit Brüsten und kleinen Penissen in die Pubertät kommen (Daniel 2005, 370). Bei Mädchen kann der Eintritt in die Pubertät verfrüht erfolgen, Fortpflanzungsstörungen können im Erwachsenenalter auftreten.

Auswirkungen der Sojabohne auf die Schilddrüse

Soja-Isoflavone zerstören mehr als nur das Fortpflanzungssystem von Erwachsenen und Kindern. Menschen, die pro Tag hohe Mengen an Sojaproteinen zu sich nehmen (z.B. in Sojamilch oder proteinhaltigen Energy-Riegeln, die Soja-Isolate enthalten – die konzentrierteste Form von Soja, die immer noch Isoflavone und Phytoöstrogene enthält), klagen häufig über Müdigkeit, wenig Energie, Depressionen, Haarausfall, schlechte Haut, Gewichtszunahme und eine verringerte Lust auf Sex – all das sind  Symptome einer niedrigen Schilddrüsenfunktion (Daniel 2005, 329). Solche Leute werden meistens positiv auf eine Schilddrüsenunterfunktion getestet.

Was Du tun kannst

  • Wirf alles aus Deinem Schrank weg, was Soja-Proteinisolat, Sojaproteinkonzentrat, texturiertes pflanzliches Protein oder Sojaöl enthält. Mögliche Produkte sind Energy-Riegel, Cracker, vegetarische Burger und vegetarische Ersatzprodukte.
  • Wenn Du lange Zeit Soja zu Dir genommen hast, lass Deine Schilddrüsenfunktion testen. Wenn Du an einer Unterfunktion leidest, kann es sich positiv auf Deinen Zustand auswirken, Soja aus Deinem Speiseplan zu streichen.

(Quelle: BeyondDiet von Isabel De Los Rios)

2 Comments

  1. Fiona 4. Mai 2015 Reply
    • Jürgen Hartmann 26. Mai 2015

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